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2½ Tola Trade coinage

Besonderheiten

Emittent Free Hanseatic city of Hamburg (Heiliges Römisches Reich Deutscher Nation)
Emittierende Institution Friedrich Wilhelm Burchard
Zeitraum Freie Hansestadt (1324-1922)
Typ Nicht zirkulierende Münze
Jahr 1877
Material Silber (.995)
Gewicht 29,12 g
Durchmesser 36 mm
Form Rund
Technik Maschinengeprägt
Außer Kurs gesetzt Ja
Nummer
N#
371791
Referenzen Schaaf# 62 M2
Rudolf Schaaf; 1979. Die Proben der Deutschen Münzen seit 1871: Versuch einer Katalogisierung = The Patterns of German Coins since 1871 (1st Edition). Munzen & Medaillen, Basel, Switzerland.

Vorderseite

Kopf der Hammonia nach rechts, mit Lorbeerkranz, Mauerkrone, Perlenkette und Dreizack-Ohrringen.Automatisch übersetzt

Rückseite

Schrift: Latein

Beschriftung:
GEW . 450 GR . TROY

TOLA
FEINGEH . 0.995
✶ FEIN 447,75 GR . TROY ✶

Ungekürzte Legende Gewicht 450 Grains Troy. Feingehalt 0.995. Fein 447.75 Grains Troy.

Rand

GefrästAutomatisch übersetzt

Münzprägeanstalt

Hamburg Mint (Hamburgische Münze), Bundesrepublik Deutschland (801-heute)

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Historischer Kontext

Bis zum 19. Jahrhundert basierte die Währung in den deutschen Staaten bis auf wenige Ausnahmen (Bremen, Hannover, Preußen) ausschließlich auf Silber. Im 19. Jahrhundert wurde Gold jedoch weltweit sehr populär, insbesondere in den Vereinigten Staaten, Frankreich und dem Vereinigten Königreich, nachdem in Kalifornien und Australien neue große Goldminen errichtet worden waren. Mit dem Reichsmünzgesetz vom 9. Juli 1873 stellte auch das Deutsche Reich auf eine reine Goldwährung um und folgte damit dem internationalen Trend. Silber hatte damit seine Funktion als Währungsmetall verloren und wurde nur noch für die Prägung von Teilungsmünzen in begrenzter Menge und mit begrenzter Zahlkraft verwendet.

Zunächst blieben die nach dem Wiener Münzvertrag von 1857 geprägten Taler mit einem Wert von drei Mark im Umlauf. Doch auch die Taler wurden schließlich ausgesetzt. Diese fortschreitende Demonetisierung alter Silbermünzen hatte erhebliche Auswirkungen auf den Silbermarkt und führte zu einem starken Verfall des Silberpreises. In den Jahren 1873-1874 wurde ein Pfund Feinsilber an der Hamburger Börse für 85-86 Mark gehandelt. Bis 1876 war der Preis auf 72 Mark gesunken.

Dennoch war Silber auch nach den 1870er Jahren in einigen Teilen der Welt wie Afrika und Asien, insbesondere in China und Britisch-Indien, weiterhin sehr beliebt. Vor allem Mexiko exportierte weiterhin seine Acht-Reales-Silberstücke dorthin, und Österreich exportierte in großen Mengen den Maria-Theresien-Taler von 1780, der im Nahen Osten und in Afrika sehr begehrt war. Auch Deutschland erwog, sich diese wichtigen östlichen Märkte zunutze zu machen, um das entwertete Silber loszuwerden.

Deutsche Handelsmünzen

Im September 1876 schickte Adolf Soetbeer (1814-1892), renommierter Professor und Währungspolitiker in Göttingen, eine Denkschrift an die Reichskanzlei, den Präsidenten der Reichsbank, den Hamburger Senat und den Hamburger Münzdirektor (Hermann Kienitz). Die Denkschrift schlug die Prägung von silbernen Handelspiastern für den Orient vor, mit einem Feingehalt von mindestens 995‰, einem Feingewicht von mindestens 24,5 g und einer maximalen Abweichung von der Norm von 1‰, garantiert durch das Deutsche Reich. Das Memorandum wurde jedoch von den kaiserlichen Behörden mit der Begründung abgelehnt, dass der Handel mit dem Orient zu gering sei, um eine eigene Münze zu rechtfertigen, und dass bereits ein ähnliches Projekt gescheitert war: der Hongkong-Handelsdollar, der 1868, nur zwei Jahre nach seiner Einführung, scheiterte. Noch wichtiger war die Befürchtung, dass diese Handelsmünzen gegen den Imperial Coinage Act von 1873 verstoßen würden, der die Prägung von Silbermünzen streng limitierte.

Münzprägung

Während das Reich diese Münzen nicht ausgeben durfte, konnte die Stadt Hamburg sie stattdessen ausgeben. Eine Möglichkeit zur Verwirklichung dieses Vorhabens ergab sich Anfang Januar 1877, als die in Kalkutta und London ansässige Firma Ernsthausen & Oesterley ihr Interesse und das einiger Partnerbanken bekundete, in der Hamburger Münze unter der Schirmherrschaft der Freien Hansestadt Hamburg Dollars für Indien mit einem Feingehalt von 994‰ zu prägen. Noch im selben Jahr interessierte sich das Handelshaus Friedrich Wilhelm Burchard für die Prägung von 3000 Piaster für China und Indien. Burchhard fertigte in der Hamburger Münze mehrere Muster an. Die Münzbilder zeigen den Kopf der Hammonia, die weibliche Personifikation Hamburgs, den Merkurstab, das Hamburger Wappen und das Münzzeichen J der Hamburger Münze. Später, im Jahr 1877, wurden 5459 Handelsmünzen von Burchard in Auftrag gegeben, die auf der Vorderseite ein anepigraphisches Bild mit dem Kopf der Hammonia und auf der Rückseite eine Inschrift mit dem Gewicht und dem Feingehalt trugen. Diese Prägung war außerhalb des Kreises der Beteiligten kaum bekannt, und der Großteil der Stücke wurde in den ostasiatischen Bestimmungsländern eingeschmolzen.

Quelle:
Konrad Schneider. 1981: "Die Prägung von Handelspiastern in Hamburg und der Silberüberschuß nach Einführung der Reichswährung 1873". In VSWG: Vierteljahrschrift für Sozial- und Wirtschaftsgeschichte, 68(3). Seiten 372-383Automatisch übersetzt

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k. A. (1877)  Foto

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Materialwert: 68,27 USD Suchtipps
Dieser Wert dient rein informativen Zweck. Er basiert auf dem Preis von Silber auf 2356 USD/kg. Numista handelt nicht mit Münzen und Edelmetallen.
Actual Silber weight: 0,932 oz
Current Silber price: 73,28 USD/oz (see silver price )

Vergangene Verkäufe

Bilder Verkauf Datum Erhaltung Verkaufspreis
Bild 1 vom Verkauf 2½ Tola (Trade coinage)Bild 1 vom Verkauf 2½ Tola (Trade coinage)
Baldwins of St James's
Auction 36
Los 91
Internet Archive
25 Jun. 2019 ss
(About extremely fine)
3600,00 USD
(zzgl. Aufgeld)
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