Das Münzwesen im Europa des Mittelalters, vom Untergang des Römischen Reiches bis zur Renaissance, ist von großer Komplexität. Das Standardwerk zu diesem Thema stammt aus dem Anfang dieses Jahrhunderts, und es gibt kein Werk, das auch nur annähernd einen bildlichen Überblick über die äußerst vielfältigen Produkte dieser Zeit bietet. Professor Grierson verfolgt im Wesentlichen den Ansatz eines Historikers. Er untersucht die Entwicklung des mittelalterlichen Münzwesens im Laufe der Jahrhunderte, beschreibt seinen anfänglichen Rückgang als Folge der Barbareneinfälle und seine anschließende Entwicklung ab dem elften Jahrhundert im Zusammenhang mit der politischen Wiederbelebung und der wirtschaftlichen Expansion der lateinischen Christenheit.
Mittelalterliche Münzen unterscheiden sich von denen der römischen Antike zum einen dadurch, dass sie von einer Vielzahl unterschiedlicher politischer Autoritäten ausgegeben wurden, und zum anderen dadurch, dass sie verschiedenen künstlerischen Traditionen angehören. Die Herrscherdarstellungen auf den Münzen symbolisieren eher Ämter als Personen, und es wird nicht versucht, die Merkmale von Einzelpersonen wiederzugeben; das dekorative Element ist hoch entwickelt. Die Brakteaten aus dem Deutschland des zwölften Jahrhunderts und die Goldmünzen aus dem Frankreich des vierzehnten Jahrhunderts gehören zu den größten Errungenschaften der Numismatik.
Das ist eine automatische Übersetzung. Der Originaltext lautet:
The coinage of Europe during the Middle Ages, from the fall of the Roman Empire to the Renaissance, is one of great complexity. The standard reference book on the subject dates from the beginning of the present century and there is no work in existence which provides anything approaching a pictorial survey of the period's highly diverse products. Professor Grierson’s approach is essentially that of an historian. He surveys the evolution of medieval coinage over the centuries, describing its initial contraction as the result of the Barbarian invasions and its subsequent development, from the eleventh century onwards, in relation to the political revival and economic expansion of Latin Christendom.
Medieval coins differ from those of Roman antiquity partly through the fact of their being issued by a great number of different political authorities and partly through their belonging to different artistic traditions. Ruler representations on the coins symbolize offices rather than persons, with no attempt to reproduce the features of individuals, and the decorative element is highly developed. The bracteates of twelfth-century Germany and the gold coins of fourteenth-century France rank amongst the greatest achievements of numismatic art.