| Name der Münzstätte | Staatliche Münze Karlsruhe / Staatliche Münze Baden-Württemberg |
|---|---|
| Ort | Karlsruhe, Bundesrepublik Deutschland |
| Betriebszeiten | 1827-heute |
| Offizielle Webseite | https://www.mintbw.de/ |
| Siehe auch | Wikidata (Q2324450), Wikipedia |
Die Staatliche Münze Karlsruhe nahm am 9. Februar 1827. Ihre Aufgabe bestand darin, Baden, das 1806 zum Großherzogtum erhoben und territorial enorm vergrößert worden war, mit einer ausreichenden Menge an Münzen zu versorgen. Dadurch sollten die zahlreichen ausländischen Münzen, die zu jener Zeit in Umlauf waren, durch landeseigene ersetzt werden, mit dem Ziel der weiteren Stärkung der Autonomie des noch jungen südwestdeutschen Mittelstaates. Die gesamte Münzproduktion für Baden erfolgte dabei ausschließlich in Karlsruhe.
Das Münzzeichen der Karlsruher Münze ist seit 1872 ein „G“.
Ab 1873 wurden in der Karlsruher Münze Pfennig-Stücke (ab 1911 Mark-Stücke) für das Deutsche Reich geprägt. 1925 kam die Produktion von Gedenkmünzen hinzu. Die Münzprägung in der Stadt wurde im Zweiten Weltkrieg erst im Februar 1945 eingestellt und dank der weitgehenden Unversehrtheit des Gebäudes bereits 1946 mit 1- und 10-Pfennig-Stücken wieder aufgenommen. 1955 folgte zum 300. Geburtstag des Markgrafen Ludwig Wilhelm von Baden, dem Türkenlouis, die Wiederaufnahme der Gedenkmünzenprägung im Nennwert von 5 DM. In den kommenden Jahrzehnten folgten neben der regulären Münzproduktion für Deutschland mehrere Aufträge aus dem Ausland.
Nachdem in den 1960er-Jahren eine Modernisierung des Münzgebäudes erforderlich geworden war, erfolgte bedingt durch die gestiegenen produktionstechnischen Anforderungen von 1976-1988 ein groß angelegter Umbau des Gebäudekomplexes. Während die Weinbrenner-Architektur dabei weitgehend erhalten werden konnte, musste wegen der Anpassung an neue Produktionsabläufe die ursprüngliche Raumkonzeption verändert werden. Dennoch wurde die Münzprägung in diesem Zeitraum durchgehend aufrechterhalten.
1998 schlossen sich die Staatlichen Münzen in Karlsruhe und Stuttgart zu den Staatlichen Münzen Baden-Württemberg zusammen. Trotz des Zusammenschlusses haben sich die Prägestätten die unterschiedlichen Münzzeichen mit den Buchstaben „G“ (für die Staatliche Münze Karlsruhe) und „F“ (für die Staatliche Münze Stuttgart) erhalten.
| PB | Peter Bruckman, Medailleur, Augsburg, Heilbronn, Staatliche Münze Karlsruhe / Staatliche Münze Baden-Württemberg (?-1850) |
| D | Carl Wilhelm Doel, Münzmeister, Staatliche Münze Karlsruhe / Staatliche Münze Baden-Württemberg (1828-1848) |