Albert Raff (geb. 1944) ist ein deutscher Numismatiker und pensionierter Stuttgarter Schulleiter, der vor allem durch seinen sechsbändigen Katalog der württembergischen Münzen und Medaillen (1981-2010, mit Ulrich Klein), dem Standardwerk der Reihe "Süddeutsche Münzkataloge", bekannt wurde.
Nach einer Ausbildung zum Buchdrucker und einem Lehramtsstudium in Ludwigsburg leitete er mehrere Stuttgarter Schulen (zuletzt die Lerchenrainschule, 1989-2008) und war als Mathematikberater in der Lehrerausbildung tätig.
Parallel zu seiner pädagogischen Laufbahn publizierte Raff in numismatischen Fachzeitschriften und Ausstellungskatalogen, war Vorsitzender des Württembergischen Vereins für Münzkunde (ab 1982) und bekleidete führende Positionen in der Deutschen Numismatischen Gesellschaft: Vorstandsmitglied (1992-1995), Geschäftsführer (1995-1998), Präsident (1998-2004), später Beirat und Juryvorsitzender für den Eligius-Preis. Er war auch Mitglied der Numismatischen Kommission der Bundesrepublik Deutschland (1995-2004).
Der Sammler von Schulmedaillen und Degerlocher Ephemera ist Autor ortsgeschichtlicher Studien, Mitbegründer der Geschichtswerkstatt Degerloch (2010) und hält regelmäßig Vorträge und führt Stadtteilführungen durch. Zu seinen Auszeichnungen gehören der Ehrenpreis der Gesellschaft für Internationale Geldgeschichte, der IAPN-Buchpreis (1996) und der Von-Hessenthal-Preis für phaleristische Schriften (2016). Im Jahr 2007 hat Peter Güttler ihm zu Ehren eine Gussmedaille gestiftet.
Siehe auch: Wikidata (Q112549076), Wikipedia (GL), CoinsWeekly
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