Helmut Ferner

Helmut Richard Ferner (1912-1998) war ein angesehener deutscher Anatom und Universitätsprofessor, der für seine Beiträge zur medizinischen Wissenschaft und zur Numismatik bekannt ist. Geboren in Graz, Österreich, studierte er Medizin an der Deutschen Universität in Prag und legte 1936 sein Staatsexamen ab. Während seines Studiums arbeitete er als Assistent des Anatomen und Embryologen Otto Grosser. Im Jahr 1938 trat Ferner in das Anatomische Institut der Universität Leipzig unter Max Clara ein. Seine akademische Laufbahn wurde durch den Zweiten Weltkrieg unterbrochen, in dem er als Sanitätsoffizier bei der Luftwaffe diente. Trotz der Herausforderungen der Kriegszeit schloss er 1942 seine Habilitation in Anatomie, Histologie und Embryologie ab.

Nach dem Krieg bekleidete Ferner mehrere akademische Positionen, unter anderem als stellvertretender Direktor des Anatomischen Instituts der Universität Hamburg (1945-1947), als Professor und Direktor des Instituts für Histologie an der Universität des Saarlandes in Homburg (1957-1961) und als Professor und Direktor des Anatomischen Instituts der Universität Heidelberg (1961-1972). Im Jahr 1972 nahm er einen Ruf an die Universität Wien an, wo er bis zu seiner Emeritierung im Jahr 1981 tätig war. Seine Forschungen trugen wesentlich zum Verständnis der Histologie der Bauchspeicheldrüse und der Langerhans-Inseln bei und leisteten einen Beitrag zur Pathophysiologie des Diabetes mellitus.

Neben seiner medizinischen Karriere hatte Ferner ein großes Interesse an der Numismatik, insbesondere an Medaillen mit anatomischem Bezug. Seine Leidenschaft gipfelte in der Veröffentlichung von Anatomia in nummis im Jahr 1972, einem umfassenden Werk, das anatomische Themen auf Medaillen untersucht.

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